LICHTERLOH

Lass mich gehen,
Ohne mich gehen zu lassen.

Halte nicht fest,
Denn du kannst es nicht fassen.

Bleibe bei dir,
Ohne mich zu verlassen.

Hänge nichts nach,
Doch vergesse nicht was war.

Denn es ist und war so schön,
Denn es ist das wahre Leb’n.

Wir haben so viel zu geben …

Doch die Angst ist groß,
Die Angst ist da.

Sie macht dich tot,
Sie macht dich wach.

Sie lässt dich flieh’n,
Sie lässt dich rennen.

Du wirst weiter zieh’n
Und es wird brennen

LICHTERLOH

(06. Januar 2017)

WEITER

Wir wiederholen, was wir gelernt haben
Ohne zu wissen, was wir da tun.

Wir sehnen uns nach dem, was gefehlt hat
Ohne zu wissen, wie wir es empfangen könnten.

Wir brauchen etwas, um uns vollkommen zu fühlen,
Ohne zu wissen, was DAS ist und WIE es heißt.

Wir lieben ohne wirklich zu lieben,
Wir fühlen ohne wirklich zu fühlen,
Wir halten ohne wirklich zu halten,
Wir lassen los ohne wirklich los zu lassen …

Und so jagen wir weiter
Und hoffen auf Befreiung

Und so ziehen wir weiter
Und hoffen darauf anzukommen

Und so suchen wir nachdem,
Was wir nie verloren haben

Dabei tragen wir alles schon in uns

(06. Januar 2017)

ZUVIEL WOLLEN

Hätte dich gern gehalten,
Doch du wolltest es nicht.

Hätte dich gern geliebt,
Doch du konntest es nicht.

Hätte dich gern zu mir genommen,
Doch du wusstest nicht wie.

Nun ist es an mir loszulassen
Und mich dem Sein zu übergeben.

Das klingt alles so fürchterlich hochtrabend
Und ich beginne davon zu schweben
In einem Wust aus Gedanken und Gefühlen.

Bin ein denkendes und fühlendes Wesen.

Es ist ganz still geworden,
Doch zwischendurch schreit es in mir.

Es ist ganz klar geworden,
Doch zwischendurch kann ich nichts sehen.

Es ist so ohne etwas zu wollen
Und doch will ich so viel.

(06. Januar 2017)

Kommen und Gehen – LEBE!

Menschen kommen und gehen in dein Leben
und ein jeder kann dich was lehren.

Kannst du die Botschaft hören,
die dieser Mensch zu senden hat?

Oder willst du dich verwehren und erheben?

Willst du was erleben in deinem Leben?
Dann öffne dein Herz und hör‘ genau hin,
denn glaube mir, es hat alles Sinn.

Nichts passiert nur zufällig
oder hat sich einfach so ergeben.

Alles ist ein Puzzleteil deines Lebens,
dass von dir an die richtige Stelle gesetzt werden will.

Bist du bereit dafür?

Und selbst, wenn dein Puzzle ein Chaos bleibt,
so schau‘ dir doch die einzelnen Teile an …
und lerne schätzen, was sich dir anbietet.

Jeder traurige Moment enthält auch etwas Schönes.
Jeder schöne Moment enthält auch etwas Trauriges.

Denn alles ist einmal vorbei … und was wäre, wenn du
dann am Ende das Gefühl hättest, nicht gelebt zu haben?

Also lebe dein Leben!

(05. November 2016)

unBeGrenzt

Lässt dich von der Welle tragen,
kannst endlich wieder mal was wagen.

Schaust dem bunten Treiben zu,
bist selber bunt und stehst dazu.

Gehst gerne über Grenzen,
mochtest dich noch nie begrenzen.

Vergisst manchmal, dass der Tag
nur 24 Stunden hat und das
Grenzen auch was Gutes haben.

(21.10.2016)

Träumerin

In mir zieht eine Schwimmerin ihre Bahnen,
lässt sich von den Wellen davon tragen.

Träumt sich über alle Berge,
klettert anscheinend auch noch gerne.

Träumt sich in fremde Welten und Galaxien,
kannst davon ausgehen; sie kann fliegen.

Einfach nur sein ohne was zu beweisen,
heißt das große Ziel ihrer Reisen.

Und manchmal nimmt sie dich in Gedanken mit,
du bist dann jedes Mal ganz entzückt.

(25.09.2016)

DUNKEL

Es ist dunkel draußen und ich sehe dich nicht.

Wirfst einen langen Schatten, der voller Leere ist

und ich frage mich, wer du bist und wer du warst

FÜR MICH und wer ich war FÜR DICH.

Voller Liebe und Respekt waren wir mal gewesen,

doch davon ist nichts mehr übrig geblieben.

Bist hässlich und gemein geworden,

kalt wie ein Stein und reißerisch wie ein Wolf geworden

und ich bin sehr traurig und fassungslos geworden.

Haben uns lange begleitet und geliebt,

doch du hast vor langer Zeit entschieden

einen anderen Weg zu gehen.

Und es wurde dunkel und jetzt sehe ich es auch:

Da ist und war einfach NICHTS.

(24.08.2016)

ENTzwei

Ganz viel verpasst,
ganz oft angepasst.

Irgendwas nicht mitbekommen,
fühl‘ mich immer noch benommen.

Der Rosenstrauch entblättert sich,
während der tosende Sturm
über unseren Köpfen
wie ein Feuer hereinbricht.

Ich werde nass und lasse die Tropfen
auf mich herunter prassen und sehe
dem Spiel der peitschenden Winde zu.

Genieße den Augenblick,
in dem der Himmel aufbricht

und sich die Sonnenstrahlen
durchkämpfen. Heller Streifen
am Horizont, der du mich verzückst.

Und hinter dir donnern auch schon
die nächsten Wolken …

(01.08.2016)

WEG

Eben grad hab‘ ich mich noch nach dir umgeschaut,
doch im nächsten Moment bist du weg.

Ich kann dich nicht mehr sehen,
kann dich nicht mehr wahrnehmen.

Es durchzieht mich wie ein Fluss,
der nicht mehr atmen kann.

Ich fühle mich nicht mehr,
fühle mich so leer.

Eben noch war mir wohlig warm,
doch jetzt fängt es zu regnen an.

Und während ich den feinen Tropfen
in ihrem Tanz auf die Erde folge,
zieht es mich hinauf in den Himmel
und ich fange zu fliegen an.

(17.07.2016)

UNfertig

Du bewegst dich in Gefälligkeiten,
Banalitäten und Seichtigkeiten.

Und in diesem seichten Licht
erhaschst du getrübte
Momente des Augenblicks
und verschaffst dir beim Einatmen
auch schon den nächsten Kick.

Schnelles Glück macht schnell bedrückt.
Und es bedrückt mich zu seh’n
wie wir durch das Leben geh’n.

Benebelt, betäubt und gleich gemacht
mit deines Gleichen im Gleichschritt unterwegs.

Dumpfer Fall, Dumpfer Aufprall,
während der Wind dich erhascht
und nach oben trägt,
denkst du daran wie es wohl morgen
sein wird und so verhindert etwas in dir
den Augenblick zu genießen und steckt
ohne dein Wissen den Kopf raus zur Tür
und winkt mir zum Abschied entgegen.

Und so nehme ich entgegen,
was du nicht imstande bist zu nehmen.
Während ein Teil von dir sich weiter nach dem
seichten und schönen Leben sehnt …

SehnSucht-nicht imstande zu nehmen-
Nach was du dich sehnst-SehnSucht-

Nach was sehnst du dich in deinem Leben?

(Mitte-Ende Mai 2016)