Keiner da …

Keiner ist für dich da, fühlst dich unendlich leer,
voller Sehnsüchte bist du gewesen

und immer noch sehnst du dich so sehr.
Willst nicht mehr, den Tränen nahe …

Keiner da …

Bist vernagelt, nicht im Klaren, was du willst.
Verletzt dich und andere ohne etwas zu merken.

Ein letzter Versuch Aufmerksamkeit zu erzeugen,
um dann voller Reue davon zu ziehen.

Keiner dürfte dich je richtig sehen,
bekommst nicht mal dich selbst zu spüren.

Nur der Schmerz lässt dich fühlen.

Bist eigentlich so bedürftig, doch das darf

Keiner sehen …

Bist eigentlich so verletzlich, doch das darf

Keiner wahrnehmen …

Bist eigentlich so voller Liebe, doch du kannst sie

Keinem geben …

(19.-28.01.2017)

Von dannen

Es ist schon spät, Zeit zu gehen.

Die Uhr tickt; das Ende naht.

Manches hört so auf
wie es begonnen hat.

Also nehm‘ dich zusammen; sei stark.

Verabschiede dich.

Nimm‘ dir Zeit zu gehen; loszulassen.

Würdige das Schöne, betrachte auch das Merkwürdige.

Und dann geh‘ würdevoll von dannen …

(23.01.2017)

Am Boden

Aneinander geirrt,
irgendwie verwirrt
und verheddert.

Das Leben schlägt Wellen …
und du bist nicht bereit
etwas zu riskieren.

Also bleibst du stehen,
bereit rückwärts zu gehen.

Stürzt du dabei
und fällst hin.

Und ich kann dir
nicht hochhelfen,

denn ich liege selbst am Boden …

(23.01.2017)

Wieder einmal

Wieder einmal mehr erstarrt,
Wieder einmal kalt wie Fensterglas,
Wieder einmal erstickt im Keim.

Kannst geben, wenn es keiner haben will.

Geblendet vom Schein des vermeintlich Schönen,
doch die Raupe war kein Schmetterling.

(23.01.2017)

LICHTERLOH

Lass mich gehen,
Ohne mich gehen zu lassen.

Halte nicht fest,
Denn du kannst es nicht fassen.

Bleibe bei dir,
Ohne mich zu verlassen.

Hänge nichts nach,
Doch vergesse nicht was war.

Denn es ist und war so schön,
Denn es ist das wahre Leb’n.

Wir haben so viel zu geben …

Doch die Angst ist groß,
Die Angst ist da.

Sie macht dich tot,
Sie macht dich wach.

Sie lässt dich flieh’n,
Sie lässt dich rennen.

Du wirst weiter zieh’n
Und es wird brennen

LICHTERLOH

(06. Januar 2017)

WEITER

Wir wiederholen, was wir gelernt haben
Ohne zu wissen, was wir da tun.

Wir sehnen uns nach dem, was gefehlt hat
Ohne zu wissen, wie wir es empfangen könnten.

Wir brauchen etwas, um uns vollkommen zu fühlen,
Ohne zu wissen, was DAS ist und WIE es heißt.

Wir lieben ohne wirklich zu lieben,
Wir fühlen ohne wirklich zu fühlen,
Wir halten ohne wirklich zu halten,
Wir lassen los ohne wirklich los zu lassen …

Und so jagen wir weiter
Und hoffen auf Befreiung

Und so ziehen wir weiter
Und hoffen darauf anzukommen

Und so suchen wir nachdem,
Was wir nie verloren haben

Dabei tragen wir alles schon in uns

(06. Januar 2017)

ZUVIEL WOLLEN

Hätte dich gern gehalten,
Doch du wolltest es nicht.

Hätte dich gern geliebt,
Doch du konntest es nicht.

Hätte dich gern zu mir genommen,
Doch du wusstest nicht wie.

Nun ist es an mir loszulassen
Und mich dem Sein zu übergeben.

Das klingt alles so fürchterlich hochtrabend
Und ich beginne davon zu schweben
In einem Wust aus Gedanken und Gefühlen.

Bin ein denkendes und fühlendes Wesen.

Es ist ganz still geworden,
Doch zwischendurch schreit es in mir.

Es ist ganz klar geworden,
Doch zwischendurch kann ich nichts sehen.

Es ist so ohne etwas zu wollen
Und doch will ich so viel.

(06. Januar 2017)

Kommen und Gehen – LEBE!

Menschen kommen und gehen in dein Leben
und ein jeder kann dich was lehren.

Kannst du die Botschaft hören,
die dieser Mensch zu senden hat?

Oder willst du dich verwehren und erheben?

Willst du was erleben in deinem Leben?
Dann öffne dein Herz und hör‘ genau hin,
denn glaube mir, es hat alles Sinn.

Nichts passiert nur zufällig
oder hat sich einfach so ergeben.

Alles ist ein Puzzleteil deines Lebens,
dass von dir an die richtige Stelle gesetzt werden will.

Bist du bereit dafür?

Und selbst, wenn dein Puzzle ein Chaos bleibt,
so schau‘ dir doch die einzelnen Teile an …
und lerne schätzen, was sich dir anbietet.

Jeder traurige Moment enthält auch etwas Schönes.
Jeder schöne Moment enthält auch etwas Trauriges.

Denn alles ist einmal vorbei … und was wäre, wenn du
dann am Ende das Gefühl hättest, nicht gelebt zu haben?

Also lebe dein Leben!

(05. November 2016)

unBeGrenzt

Lässt dich von der Welle tragen,
kannst endlich wieder mal was wagen.

Schaust dem bunten Treiben zu,
bist selber bunt und stehst dazu.

Gehst gerne über Grenzen,
mochtest dich noch nie begrenzen.

Vergisst manchmal, dass der Tag
nur 24 Stunden hat und das
Grenzen auch was Gutes haben.

(21.10.2016)

Träumerin

In mir zieht eine Schwimmerin ihre Bahnen,
lässt sich von den Wellen davon tragen.

Träumt sich über alle Berge,
klettert anscheinend auch noch gerne.

Träumt sich in fremde Welten und Galaxien,
kannst davon ausgehen; sie kann fliegen.

Einfach nur sein ohne was zu beweisen,
heißt das große Ziel ihrer Reisen.

Und manchmal nimmt sie dich in Gedanken mit,
du bist dann jedes Mal ganz entzückt.

(25.09.2016)