Abschied

Wenn du weißt, es ist Zeit zu gehn,
doch du bleibst nochmal stehn,
drehst dich noch einmal um.

Obwohl du genau weißt,
es hat keinen Sinn.

Du spürst, dass du das nicht brauchst.
Die Illusion hält dich fest.
Der Boden ist dünn.
Der Blick verklärt.

Doch es ist Zeit weiter zu gehen.
Du hast schon alles gelernt.
Es wird sich nur noch wiederholen.

Und du drehst dich im Kreis
bis du es durchbrichst.

Und dann ist alles klar,
Dann ist alles rein,
selbst der leiseste Schmerz
darf und muss dann auch sein.

Denn auch der wird wieder gehen
und du wirst verstehen,
für was das gut war.

Warmes Licht

Du bist so schön, so wunderschön anzusehen.

Denn du strahlst aus dir heraus.
Der Glanz, der dich umgibt,
Das Licht, dass sich mit dir bricht.

In viele Einzelteile. Und ich betrachte dich.

Still. Du berührst mich. Mein Herz geht auf.

Denn ich bin durch dich ganz leichtfüßig.

Laufe frohen Mutes durch die Straßen.
Erwische mich mit einem Lächeln im Gesicht.

Kann noch gar nicht fassen, was nicht zu fassen ist.
Denn diese Begegnung ist wie warmes Licht.

Und du bist einfach da und auch ich bin da für dich.

Ohne Titel

Bin der Mond
und bin es nicht

Bin die Sonne
und das Licht

Hab den Zweifel,
hab die Zuversicht

stell mich dem entgegen
und auch nicht

(05.08.2017, Insel Brac, Kroatien)

Nah dran

Manchmal ist es gut zu gehen,
nach all der Zeit ein Wiedersehen.

Egal, ob wir uns gerade
zu viel oder zu wenig sind.

Momente des Ergriffenseins,
eines echten kurzen Sehens.

Doch irgendwas in uns hat es eilig.

Innehalten traut sich keiner.

Alles noch so ungewohnt.

Das Cello spielt die traurigen Töne
und es fließen Tränen über mein Gesicht.

Die letzten Tage habe ich gespürt,
wie ich in mir gefangen bin.

Nähe, nah sein … fällt mir schwer.

Doch gestern konnte mein Herz sich öffnen,
Tränen rollen auch ohne Cello.

Und ein Moment des in mir seins,
Ganz warm und weit
Und doch auch eng und nah

Ja, ich werde mir
und meiner Grenzen
immer mehr gewahr.

(22.08.2017)

verNICHTend

Es erschüttert mich,
packt und schüttelt mich.

ES reißt an mir
wie ein wildes Tier.

Weiß nicht wie mir geschieht
und so ziehe ich geschunden weiter.

Der Schock sitzt noch in allen Gliedern,
Müdigkeit auf meinen Lidern.

Ich fühle dem nach was ist und war
und sehe für mich ganz klar.

Spüre tiefe Verletzlichkeit,
spüre mich und weiß,
es ist Zeit weiterzugehen.

Denn dieses Tier
kann ich nicht zähmen.

Und bevor ich ganz zerrissen werde,
geh ich zurück zu meiner Herde,

die voll von Liebe und Würde ist.

Ich bin bei mir angelangt, auch wenn es manchmal noch schwer fällt.

(14.07.2017)

Ganz

Ganz erfüllt

Sind uns begegnet
in einem Moment,
der magisch wahr.
Die Nacht ist dunkel,
das Wasser klar.

Die Trauerweide
rauscht an unseren
Ohren vorbei.
Der Mond bricht
sich auf dem Wasser.
Die Wolken schieben
sich langsam voran.

Und ich weiß,
dass ich dich
küssen möchte.

Das Verlangen
schon lange da.
Also nehm ich
deine Hand

Ganz sanft

(06.07.2017)

ganz klar gefickt

Ich mag’s ehrlich und klar,
nahbar und wahr.

Das Spiel mit der Macht,
hält dich nachts wach.

Lass mich nicht verstricken,
lass mich nur manchmal ficken

von meinen Gedanken und Gefühlen
für dich. Doch die entwirre ich spätestens

dann, wenn ich merke, dass ich hier nur

kämpfe für NICHTS.

Also hol ich mir ein blaues Auge mehr …

Lass mich beunruhigen und irritieren,
lass mich quälen und sedieren
und infizieren von einem Virus,

der hartnäckig und gemein ist,
der nur so zum Schein ist.

Doch auch das werde ich LOS!
Auch wenn es seine Spuren hinterlässt

und mich erfahren lässt,
wie wichtig mir Klarheit ist
und nicht klar gefickt zu werden.

Also FICK DICH!

(26.05.2017)

PS: Mir hat mal jemand gesagt: Es gibt Leute, die sind verrückter als du …

verkehrT

Deine Story
Meine Impulse

Sind nicht konstruiert,
denn es resoniert in mir.

In mir fühlt sich ein Teil verbunden

Meine Story
Deine Impulse

Sind Teil deiner Geschichte
und du beginnst zu fliehen.

In dir fühlt sich ein Teil überfordert

Und so bewegen wir uns in
verschiedene Richtungen
und doch aufeinander zu.

Dabei wissen wir,
dass geht nicht lange gut.

Doch wir haben beide nicht
den Mut zu gehen.

Und so bleiben wir
noch ein Weilchen

bis es anfängt
weh zu tun
und uns zu
verletzen.

Beide so voller
Sehnsucht nach Nähe,
in dem Wissen es doch
nicht aushalten zu können

Und so ziehen wir weiter,
geschunden und traurig …

Und tragen den anderen heimlich
mit uns und schauen liebevoll zurück

denn das hätte unser Glück sein können.

Doch wir konnten es nicht halten,
denn irgendwas war verkehrT …

(2. April 2017)

schwER

Hin und Her, Hin und Her

Her und Hin
Er und Sinn

Sie und ER
Hin und Her

Mach es dir doch nicht so schwer
mit dem vielen Hin und Her

Lass uns Fange spielen
und Verstecken

Lass uns im Geheimen necken

(15. März 2017)

Blubb

So, ich habe keine Lust mehr!
Wo kommt denn der ganze Frust her?

Fragst du dich, frag ich mich …

Frag dich nicht, denn du sagst ja nichts …

Blubb … wenn Fische sprechen könnten,
dann würden sie schweigen.

Denn was soll das ganze Reden.
Ich kann deine Worte eh nicht verstehen.

(15. März 2017)