Nah dran

Manchmal ist es gut zu gehen,
nach all der Zeit ein Wiedersehen.

Egal, ob wir uns gerade
zu viel oder zu wenig sind.

Momente des Ergriffenseins,
eines echten kurzen Sehens.

Doch irgendwas in uns hat es eilig.

Innehalten traut sich keiner.

Alles noch so ungewohnt.

Das Cello spielt die traurigen Töne
und es fließen Tränen über mein Gesicht.

Die letzten Tage habe ich gespürt,
wie ich in mir gefangen bin.

Nähe, nah sein … fällt mir schwer.

Doch gestern konnte mein Herz sich öffnen,
Tränen rollen auch ohne Cello.

Und ein Moment des in mir seins,
Ganz warm und weit
Und doch auch eng und nah

Ja, ich werde mir
und meiner Grenzen
immer mehr gewahr.

(22.08.2017)

verNICHTend

Es erschüttert mich,
packt und schüttelt mich.

ES reißt an mir
wie ein wildes Tier.

Weiß nicht wie mir geschieht
und so ziehe ich geschunden weiter.

Der Schock sitzt noch in allen Gliedern,
Müdigkeit auf meinen Lidern.

Ich fühle dem nach was ist und war
und sehe für mich ganz klar.

Spüre tiefe Verletzlichkeit,
spüre mich und weiß,
es ist Zeit weiterzugehen.

Denn dieses Tier
kann ich nicht zähmen.

Und bevor ich ganz zerrissen werde,
geh ich zurück zu meiner Herde,

die voll von Liebe und Würde ist.

Ich bin bei mir angelangt, auch wenn es manchmal noch schwer fällt.

(14.07.2017)

Ganz

Ganz erfüllt

Sind uns begegnet
in einem Moment,
der magisch wahr.
Die Nacht ist dunkel,
das Wasser klar.

Die Trauerweide
rauscht an unseren
Ohren vorbei.
Der Mond bricht
sich auf dem Wasser.
Die Wolken schieben
sich langsam voran.

Und ich weiß,
dass ich dich
küssen möchte.

Das Verlangen
schon lange da.
Also nehm ich
deine Hand

Ganz sanft

(06.07.2017)

ganz klar gefickt

Ich mag’s ehrlich und klar,
nahbar und wahr.

Das Spiel mit der Macht,
hält dich nachts wach.

Lass mich nicht verstricken,
lass mich nur manchmal ficken

von meinen Gedanken und Gefühlen
für dich. Doch die entwirre ich spätestens

dann, wenn ich merke, dass ich hier nur

kämpfe für NICHTS.

Also hol ich mir ein blaues Auge mehr …

Lass mich beunruhigen und irritieren,
lass mich quälen und sedieren
und infizieren von einem Virus,

der hartnäckig und gemein ist,
der nur so zum Schein ist.

Doch auch das werde ich LOS!
Auch wenn es seine Spuren hinterlässt

und mich erfahren lässt,
wie wichtig mir Klarheit ist
und nicht klar gefickt zu werden.

Also FICK DICH!

(26.05.2017)

PS: Mir hat mal jemand gesagt: Es gibt Leute, die sind verrückter als du …

verkehrT

Deine Story
Meine Impulse

Sind nicht konstruiert,
denn es resoniert in mir.

In mir fühlt sich ein Teil verbunden

Meine Story
Deine Impulse

Sind Teil deiner Geschichte
und du beginnst zu fliehen.

In dir fühlt sich ein Teil überfordert

Und so bewegen wir uns in
verschiedene Richtungen
und doch aufeinander zu.

Dabei wissen wir,
dass geht nicht lange gut.

Doch wir haben beide nicht
den Mut zu gehen.

Und so bleiben wir
noch ein Weilchen

bis es anfängt
weh zu tun
und uns zu
verletzen.

Beide so voller
Sehnsucht nach Nähe,
in dem Wissen es doch
nicht aushalten zu können

Und so ziehen wir weiter,
geschunden und traurig …

Und tragen den anderen heimlich
mit uns und schauen liebevoll zurück

denn das hätte unser Glück sein können.

Doch wir konnten es nicht halten,
denn irgendwas war verkehrT …

(2. April 2017)

schwER

Hin und Her, Hin und Her

Her und Hin
Er und Sinn

Sie und ER
Hin und Her

Mach es dir doch nicht so schwer
mit dem vielen Hin und Her

Lass uns Fange spielen
und Verstecken

Lass uns im Geheimen necken

(15. März 2017)

Blubb

So, ich habe keine Lust mehr!
Wo kommt denn der ganze Frust her?

Fragst du dich, frag ich mich …

Frag dich nicht, denn du sagst ja nichts …

Blubb … wenn Fische sprechen könnten,
dann würden sie schweigen.

Denn was soll das ganze Reden.
Ich kann deine Worte eh nicht verstehen.

(15. März 2017)

AHA

Ich sag NEIN
Du sagst JA

Ich sag ICH
DU sagst MICH

interessierst du nicht

Ich WILL NICHT

Du willst mich

Er sagt JA
Sie sagt NEIN

Ich spiele den Ball
an die Wand

Du spielst mit den Fingern
deiner Hand

wegnah

Weit weg
Nah dran

Weit dran
Nah weg

Und ich dachte noch so bei mir
„Man(n) müsste wieder wie ein Kind sein!“

Ich mute mich zu,
du lässt mich in Ruh.

Er sucht nach dem Großen
und bückt sich nach dem Kleinen.

Der Atem bleibt stehen,
denn es ist geschehen.

Welchen Sinn hat das Leben?
Fragen sich die, die danach suchen.

Weit weg
Nah dran

Nah weg
Weit dran

Wer sich erhebt,
der geht nicht

IN KONTAKT

Und während wir uns begegnen,
fängt der Raum an sich zu bewegen.

Er verschwimmt in allen Farben
und bringt etwas zum Tragen,

dass nur dein Herz hören und sehen kann.

Doch vielleicht bist du blind und auch taub
oder einfach noch nicht in der Lage …

Also konstruier‘ dir deinen Raum,
wir treffen uns dann im Traum …

Klick

Ganz weit weg …
dein Herz hat aufgehört zu schlagen.

Ganz nah dran …
der Schmerz hat sich neben dir platziert.

Und du hast es nicht kapiert,
du hast es nicht verstanden,

denn dein Verstand kam dir grad abhanden
und dein Gefühl hat dich eingeholt …