Sag mir, wie es langsam geht,
denn ich schein‘ es nicht zu wissen.

Dabei ist mein Gang gemächlich,
doch meine Gedanken sind es nicht.

Sie rennen vor, verheddern sich
und drehen viele Schleifen

unaufhörlich bis ins Nichts,

ich kann es nicht begreifen.

In einem lichten Augenblick
wird es mir dann klar

Leiden ist freiwillig

und die Angst ist groß und nah.

Die Angst flüstert
mir all die
wirren Gedanken zu
und lässt mich
Schleifen drehen.

In meinem Geiste keine Ruh,
ich kann nichts Gutes seh’n.

Denn wer so denkt,
entscheidet sich
für das nasse Grau.
Doch die Sonne scheint
nur dem, der daran
auch glaubt.

(14.10. und 17.11.)